Okt 16 2010

Füße stillhalten

Veröffentlicht von unter Laufen.

Seit fünf Tagen bin ich jetzt schon wieder nicht gelaufen und leider stehen wohl auch noch einige Tage an. Doch gerade jetzt fällt es mir unheimlich schwer nicht ans Laufen gehen zu denken. Das schlimmste daran ist, das mein Schatzi immer alleine laufen gehen muss und ich währenddessen hier hocke und denke wie schön es jetzt wäre auch zu laufen.

Allerdings ist schon ein wenig Besserung in Sicht. Gestern war ich wieder arbeiten und demzufolge musst ich auch wieder mehr gehen und meinen Fuß belasten. Dabei fiel mir auf das nach längerem sitzen am Schreibtisch die ersten Schritte immer ein wenig schmerzen, doch nach einer kurzen Zeit fast gar nicht mehr. Das lässt mich hoffen das es bald wieder verschwindet.

Beim Arzt war ich noch nicht gewesen, für alle Fälle hat mir mein Schatzi aber schon mal eine Überweisung mitgebracht. Falls es nächste Woche nicht viel besser wird, werde ich den Doc dann auch mal aufsuchen.

Ein Gutes hat die Sache allerdings: Da es mir verdammt schwer fällt nicht zu laufen, bin ich anscheinend aus meinem kleinen Tief raus. Das Laufen gehört mittlerweile einfach fest zu meinem Leben und ohne geht es nicht mehr. Auch wenn ich ab und an eine kleine Pause benötige.

Als Läufer bin ich ständig in einem Lernprozess und ich habe gelernt nach einigen schlechten Trainingswochen nicht gleich wieder voll einzusteigen, das rächt sich und es folgt, so wie jetzt, eine weitere Zwangspause. Daher werde ich wenn ich wieder fit bin, ganz langsam wieder ins Training einsteigen. (Recht so, Eva?) ;-) Meinen geplanten 5 km-Wettkampf am 14.11.2010 beim Hermann-Löns-Park-Lauf in Hannover werde ich demnach auch zu 99 prozentiger Wahrscheinlichkeit nicht bestreiten und stattdessen mich lieber in aller Ruhe auf den Sarstedter Stadtlauf vorbereiten.

Bis dahin schmiere ich mir fleißig meine Arnika-Salbe auf den Fuß und plane schon mal meine Läufe für nächstes Jahr.

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Sep 17 2010

Endlich wieder Wettkampfluft

Veröffentlicht von unter Laufen.

Langsam steigt die Spannung, denn heute Abend steigt endlich der SportScheck Nachtlauf in Hannover.

Mit rund 3.500 anderen Läufern mach ich mich um 22:15 Uhr dann auf den Weg durch Hannovers City bei Nacht und unternehme einen Angriff auf meine PB von derzeit 55:16 Min. aus dem März. Außerdem werden mein Schatzi und der Joggerblogger mit am Start sein. Darauf freue ich mich besonders, endlich mal einen Bloggerkollegen kennenzulernen.

Nach den Trainings in den letzten Wochen fühle ich mich fit und plage im Gegensatz zum letzten Jahr auch nicht mehr über irgendwelche Wehwehchen. Einzig mein hartnäckiger Husten der mich schon die letzten Wochen begleitet, stört noch ein wenig. Aber dies sollte keine Behinderung darstellen.

Die Wettervorhersage scheint auch hervorragend, kühle 11°C und leichter Wind sind genau mein Wetter.

Ich dagegen bin heiß und werde heute einfach alles geben um eine meine alte Bestmarke deutlich zu unterbieten. Ich freu mich auch endlich mal wieder auf Zeit zu laufen, irgendwie waren fast 3 Monate Wettkampf-Pause doch zuviel… ;-)


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Aug 02 2010

Monatsrückblick Juli 2010

Veröffentlicht von unter Laufen.

Wieder mal Zeit für ein paar Zahlen.

Der Juli ist ja mein obligatorischer Urlaubsmonat und dementsprechend wurde, zumindest am Anfang des Monats, nicht viel geboten. 13 Tage Pause habe ich mir nach meinem Halbmarathon in Löningen gegönnt. Das tat aber auch mal ganz gut, ich habe mich überraschend fit gefühlt bei den ersten Laufeinheiten.

Da mein Trainingsplan von Vicsystem zum Ende Juli eh auslaufen sollte, habe ich mich mal hingesetzt und mir meinen eigenen Trainingsplan zusammen geschustert. Wenn ich jetzt z. B. mal Lust auf ein Intervall statt einem Tempodauerlauf habe, kann ich dieses einfach mal mit einer anderen Trainingswoche tauschen. So macht mir mein Training auch wieder mehr Spass und ich muss mich nicht mehr unbedingt unnötig quälen.

Zwar habe ich meinen Plan auf immer vier Einheiten die Woche aufgebaut, doch ich versuche zumindest jeden zweiten Tag zu laufen. Das klappt bisher auch ganz gut, lediglich zwei Mal habe ich zwei statt einen Tag Pause gemacht/machen müssen.

Hier jetzt die Zahlen im Vergleich zum Vormonat und zum Vorjahresmonat (und ich musste ganz schön staunen als ich den Vergleich zum Vorjahresmonat gesehen habe…):

Juli 2010 Juni 2010
Juli 2009
Anzahl der Laufeinheiten: 9 9
7
Gesamtzeit: 11:26:55 Std. 11:49:25 Std. 2:47:12 Std.
zurückgelegte Distanz: 100,71 km 105,13 km
21,55 km
Durchschnitts Pace (min/km): 6:49 Min. 6:45 Min. 7:46 Min.
längster Lauf (Zeit): 2:01:31 Std. / 17,06 km 2:23:15 Std.  / 20,03 km 27:11 Min. / 3,34 km
längster Lauf (Distanz): 17,06 km / 2:01:31 Std. 21,10 km / 2:06:16 Std. 3,34 km / 27:11 Min
schnellste Pace (min/km): 6:13 Min. / 8,03 km 5:02 Min. / 5 km 6:31 Min / 2,18 km

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Jun 27 2010

Bericht zum Löninger Hasetal-Marathon

Veröffentlicht von unter Laufen.

Viele haben mir davon abgeraten, selbst die Ärzte rieten mir nicht am Halbmarathon teilzunehmen. Bei den Schmerzen die mich seit Mittwoch plagten, habe ich schon selbst fast die Hoffnung aufgegeben. Der Arztbesuch am Freitagmorgen brachte mir dann doch wieder Hoffnung. Denn nachdem mein Arzt mir nochmal den Rücken ein wenig durchgedrückt hat, schwanden die Schmerzen im Laufe des Tages immer mehr ab.

Am Samstag waren die Schmerzen dann so gut wie weg und ich wusste das das reichen dürfte um starten zu können. Die Freude waren natürlich riesengroß, schließlich wollte ich beim Halbmarathon-Debüt meines Schatzis dabei sein und es war der Lauf worauf ich mich am meisten gefreut habe, einen Lauf in meiner alten Heimat.

Ein paar Stunden vor dem Start stand noch ein Vortrag von Joey Kelly, dem Sportfreak schlechthin an, den durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Schon sehr imposant was er schon alles gemacht hat und auch der Weg der ihm zu allen dem geführt hat. Ein abschließendes Foto mit ihm durfte natürlich auch nicht fehlen. ;-)

Auf der Marathon-Messe habe ich mich dann auch noch zu hinschlagen lassen, für mein Rücken ein Kinesio-Tape anzulegen. Kann ja nicht schaden.

Um kurz vor 17 Uhr standen wir dann an der Startlinie. Das Wetter war alles andere als perfekt für uns, 26° C zeigte das Thermometer noch an, gefühlter Wert in der Sonne natürlich noch um einiges höher.

Mein Vorsatz war dieses Mal die 2 Stunden-Marke zu knacken, also versuchen eine Pace von ca. 5:40 min/km zu laufen. Sehr mutig für die Bedingungen die herrschten. Erst die Rückenprobleme vorher und dann auch noch das Wetter und von dem Training die letzten Wochen mal ganz zu schweigen…

Punkt 17 Uhr ging es dann los. Die ersten 200 Meter bin ich noch mit meinem Schatzi zusammen gelaufen. Das Tempo war mir dann allerdings doch schon zu langsam, denn die Straßen waren eng und das Feld bewegte sich sehr langsam vorwärts. Also hab ich mich von ihr gelöst und versucht irgendwie am Feld vorbei zu  huschen.

So konnte ich den ersten Kilometer auch noch mit 5:46 Min. abschließen. Danach ging es aber in einem Waldstück und mein Forerunner zeigte nur noch utopische Werte an. Die Pace verlangsamte sich immer mehr und war zwischenzeitlich sogar bei 8:30 min/km. Darauf konnte ich mich also nicht mehr verlassen. Bei Kilometer 7 versuchte ich dann manuell die Rundenzeiten zu stoppen, was natürlich besondere Aufmerksamkeit wegen der Kilometermarkierung erforderte.

Ich hängte mich dann an ein Duo welches ungefähr meine angestrebte Pace lief. Trotz vieler Gehpausen an den Getränkeständen, konnte ich diese auch immer wieder abfangen. Doch leider trennte sich dann auch dieses Duo irgendwann und ich musste versuchen meinen eigenen Rhythmus zu finden, was mir an diesem Tag wahrlich nicht leicht fiel.

Nach genau einer Stunde hatte ich die Hälfte des Rennens geschafft und ab da war mir klar, das das heute nicht reichen würde. Es war einfach zu heiß und das war ich aus meinen bisherigen Wettkämpfen so gar nicht gewohnt. Ich fühlte mich körperlich schon fertig und nochmal die gleiche Distanz in mindestens der selben Zeit? Niemals! Also hieß es heute einfach nur durchkommen, egal wie und in welcher Zeit. Das Shirt für diesen Lauf will ich im Training schließlich mit Würde tragen und nicht sagen müssen, ich war dabei, musste aber aufgeben weil ich nicht mehr konnte.

Also habe ich gegeben was noch ging, jede Verpflegungsstelle gehend mitgenommen und mir die ein oder andere Dusche am Wegesrand abgeholt.

2 Kilometer vor dem Ziel kam dann endlich wieder neuer Mut auf. So riss ich mich zusammen und versuchte nochmal alles aus mir rauszuholen was noch ging und auf den letzten 300 Metern zog ich dann sogar nochmal zum Sprint.

Mit 2:06:16 Stunden bin ich dann im Ziel angekommen, weit an meiner ersten Halbmarathonzeit von Hannover entfernt und noch weiter von der Sub2 Stunden-Marke, aber das war mir in diesem Moment und auch jetzt völlig egal. “Du hast es geschafft und du kannst deine Medaille in Empfang nehmen, trotz der Umstände in letzter Zeit, hast du es gepackt!!”, waren meine Gedanken.

Im Ziel schnell was zu trinken geholt und dann habe ich dort direkt auf mein Schatzi gewartet. Sie kam schließlich mit einem breitem Grinsen mit 2:23:59 Std. im Ziel an. Doch sie war alles andere als zufrieden, hatte sie doch eine Zeit von unter 2:20 Std. angestrebt. Aber ihr innerer Schweinehund war heute wohl stärker als sie, es fehlte ihr an diesem Tage einfach an Power. Ich bin allerdings verdammt stolz auf sie, es war ihr erster Halbmarathon und das bei so einem heißen Wetter und ich finde das diese Zeit jetzt auch nicht so schlecht zu bewerten ist.

Deshalb habe ich ihr schon versprochen mich bei unserem nächsten Halbmarathon ganz in ihren Diensten zu stellen um ihr als Motivator zu Seite zu stehen oder besser laufen. ;-)

Netto-Zeit: 2:06:16 Stunden
Brutto-Zeit: 2:07:18 Stunden

43. Platz von gesamt 54 Teilnehmern in der Altersklasse M20
436. Platz von gesamt 590 männlichen Teilnehmern
501. Platz von insgesamt 774 Teilnehmern


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Jun 13 2010

Bericht zum 32. Haseder Feldmarklauf

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Ich habe es also doch gewagt und bin heute beim Haseder Feldmarklauf angetreten, der Ehrgeiz war dann doch zu groß, gerade nach dem super Training am Dienstag.

Ich habe mich vor einigen Tagen allerdings vorsorglich schon mal auf die 5 km Distanz umgemeldet, für 10 km fehlte mir irgendwie dann doch der Mut und ich wollte mal wieder richtig Gas geben.

Heute war auch noch eine Premiere für mich und zwar musste ich mal ganz alleine ohne jede Unterstützung zu einem Wettkampf “reisen”, da mein Schatzi dieses Wochenende leider beruflich unterwegs ist. Die “Reise” war allerdings mit 5 Min. Fahrzeit mit dem Auto recht kurz und am Veranstaltungsort war auch alles sehr übersichtlich, keine langen Schlangen und Wartezeiten beim Startunterlagen abholen.

Die Strecke kannte ich ja zum Teil bereits aus dem letzten Jahr wo ich dort meinen ersten 10er beim Silvesterlauf gelaufen bin. Dieses Mal war das Wetter allerdings mit ca. 15° C und bewölkt tausendmal besser als damals. Also schon mal perfekte Voraussetzungen.

Also Startunterlagen abgeholt, umgezogen, kurz eingelaufen und dann ging es auch schon los.

Das Starterfeld war recht übersichtlich und ich reihte mich dann auch in der 3. Startreihe recht weit vorne ein.

Vorgenommen hatte ich mir auf jeden Fall unter der Pace von 5:19 min/km zu bleiben und wenn es gut läuft mit 5:10 min/km abzuschließen. Wie so oft startete ich aber wieder einmal viel zu schnell und dachte schon das sich das später rächen würde.

Das Tempo vom ersten Kilometer (4:58 min/km) konnte ich dann erwartungsgemäß auch nicht halten und so wurde ich allmählich langsamer. Doch lag ich immer noch weiter unter 5:10 min/km. Nach knapp der Hälfte des Rennens schließ ich zu einem Läufer auf der genau mein Tempo lief was ich noch halten konnte und so zogen wir uns gegenseitig auch immer weiter.

Der 4 km war mit 5:11 min/km dann der langsamste. “Hoffentlich bin ich bald durch”, dachte ich mir, “langsam reichts…”. Ich schaute kurz auf meinen Forerunner und war erstaunt, sub 25 Min. sind noch drin! Also nochmal irgendwie versuchen das Tempo hochzuschrauben. Langsam löste ich mich von meinem Mitstreiter und knapp 400 Meter vor dem Ziel gab ich dann alles was ich noch hatte. Noch knapp 200 Meter und nur noch 20 Sek. um unter 25 Minuten zu bleiben, dann nur noch 10 Sek., aber ich sah das es noch zu weit war und nicht mehr ausreichen würde. Trotzdem gab ich mein Tempo nicht auf und sprintete weiter bis ins Ziel und ich wurde mit 25:16 Min. (5:02 min/km) belohnt.

“Nein, wie geil!!!”, dacht ich mir. Erst wollte ich gar nicht starten, weil ich mich nicht fit genug fühlte, dann schon die geile Zeit am Dienstag und jetzt pulverisiere ich die hier nochmal.

Im Ziel dann noch ein gegenseitiges Dankeschön und Handshakes mit meinem Mitstreiter für das Mitlaufen. Das hat echt geholfen.

Dann erstmal zum Duschen, umziehen, Urkunde abholen, Klamotten zum Wagen bringen und mein Schatzi die tolle Nachricht übermitteln. Schade das sie heute nicht da war. :-(

Da zu Hause eh keiner auf mich wartete, beschloss ich dann noch zur Siegerehrung zu gehen. Dann wurde ich tatsächlich aufgerufen! 3. Platz der Altersklasse der Männer! Hammergeil!! Ok, es waren bestimmt nur 4-6 Männer am Start, aber trotzdem ist es nach so einem Lauf ein echt tolles Gefühl wenn man mal die Ehre hat aufgerufen zu werden.

Jetzt gehe ich mit einem guten Gefühl in die letzten 2 Wochen Vorbereitung auf den Löninger Halbmarathon am 26. Juni, wo ich mich schon tierisch drauf freue.

34. Platz in der Gesamtwertung von 103 gestarteten Läufern
3. Platz (von 6) in der Altersklasse der Männer
30. Platz (von 68) unter den männlichen Teilnehmern

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