Mai 02 2010
Bericht zum TUIfly Halbmarathon
Heute war er also da, der Tag X, mein Halbmarathon-Debüt.
Bereits gestern Abend machte sich die Nervösität bei mir breit und heute morgen, wie vor jedem neuen und spannenden Ereignis rebellierte mein Magen. Zum Glück legte sich das dann als wie endlich in Hannover angekommen war, denn die Toiletten waren ein Graus, denn da ging es wohl vielen anderen wie mir an diesem Morgen…
Erstmal ins Messezelt meinen Zeitmesschip abholen und noch ein wenig bummeln. Danach dann zum umziehen und ab zum Start.
Um 11:17 Uhr ertönte dann das Startsignal. Gute 6 Minuten später überquerte auch ich dann endlich die Startlinie und wäre am liebsten gleich wieder umgedreht. Meine Blase war überfüllt und schreite danach entleert zu werden. Kurz vor dem ersten Kilometer sah ich dann schon einige Herren sich erleichtern, also hab ich mich schnell dazugesellt, denn was raus muss, muss raus.
Die Pace war natürlich dahin, 6:59 Min. statt geplanten 5:50 Min. für den ersten Kilometer. Okay, das kann ja heiter werden… Dann muss ich die nächsten Kilometer hat ein wenig Zeit aufholen, die Planung mit dem langsamen Starten war natürlich dahin, was sich dann im späteren Rennverlauf logischerweise rächen sollte…
Ich habe versucht immer ein paar Sekunden unter der geplanten Pace zu bleiben. Das lief auch ganz gut, die Pace verbesserte sich stetig. Ungefähr bei Kilometer 10 dann noch ein kleines geplantes aufbauendes Wiedersehen am Streckenrand mit meinem Schatzi, die heute für die Fotos zuständig war. Das tat nochmal der Seele gut und da ich wusste das jetzt auch fast die Hälfte geschafft war und die Pace war auch genau erfüllt.
Bis zum 14 km konnte ich nochmal gut Gas geben und Boden gut machen. Ab dem 15 km kam dann aber doch der gefürchtete Einbruch auf Grund des hohen Anfangstempos. Mir kam es vor als würde ich weiterhin so schnell laufen, doch mein Forerunner zeigte mir gnadenlos die Wirklichkeit und bei Kilometer 17 ging es dann mit den Gehpausen los. Ich wollte noch, konnte aber nicht mehr. Ich habe außerdem ab dann jede Verpflegungsstelle mitgenommen und das kostete auch jedesmal wertvolle Zeit.
Nach jeder kurzen Gehpause habe ich dann zwar gleich wieder in mein Tempo gefunden, aber konnte es leider nicht mehr dauerhaft halten. Die Kraft war weg. Bei Kilometer 19 plagten mich dann auch noch plötzlich Seitenstechen übelster Art, wie ich es schon befürchtet habe. Also wieder ein paar Meter gehen. Aber es war nicht mehr weit bis zum Ziel und so schlecht war die Zeit auch nicht, also habe ich auf die Zähne gebissen und bin wieder gelaufen. Unter 2:10 Std. war nach 15 km mein Ziel, doch jetzt war noch eine Zeit unter 2:05 Std. drin und die Chance wollte ich noch ergreifen. Koste es was es wolle!!
Die restlichen Meter wollten aber irgendwie nicht vorübergehen, es fühlte sich an als wären es noch mehrere Kilometer. Doch dann sah ich endlich das Ziel, “Endspurt, gib alles was du noch kannst!”.
Ein großes “Yes!!!” nachdem ich die Ziellinie überquert habe, ich war im Ziel und ich habe es geschafft unter 2:05 Std. zu bleiben, offiziell habe ich eine Netto-Zeit von 2:03:50 Stunden erreicht!! Danke an Christian an dieser Stelle, der mich darauf noch aufmerksam gemacht habe, bevor ich es wusste!
Die gesamte Veranstaltung war super organisiert, deshalb von mir ein großes Lob an die Organisatoren und auch die Stimmung an der Strecke war super. Es macht verdammt Spaß wenn Leute die einen gar nicht kennen deinen Namen rufen um dich anzufeuern. Und ein besonderes DANKESCHÖN natürlich an mein Schatzi die mich so super unterstützt und motiviert hat!! *küsschen*
Nach den letzten drei Wochen fast ohne Training wegen meiner Erkältung und dem dummen Zwischenfall kurz vorm ersten Kilometer, bin ich mit dieser Zeit sehr zufrieden. Außerdem denke ich daran das ich gerade mal 9 1/2 Monate laufe und nie gedacht hätte so eine Distanz mal Wettkampfmäßig zu bestreiten. Das macht mich alleine schon verdammt Stolz. Ich wusste vor dem Laufen nie zu was mein Körper im Stande ist, doch jedes harte Training, jeder Wettkampf zeigt mir was neues wo ich vorher nie dran geglaubt habe. Auch im Alltag hat mich die Lauferei stärker gemacht und ich möchte es nicht mehr missen.
Das nächstes Jahr ist auch schon geplant, dann werde ich wieder an dieser Stelle mein Marathon-Debüt geben.
Die sub2:00 im Halbmarathon werde ich dann eventuell am 26. Juni in Löningen bei meinem nächsten Halbmarathon in Angriff nehmen, übrigens neben Joey Kelly und meinem Schatzi, die dann ihr Halbmarathon-Debüt geben wird.
Zwei Wochen vorher starte ich aber kurzfristig noch beim 10 km-Lauf beim 32. Haseder Feldmarklauf. Das wird wohl schon mal ein guter Test bezüglich der Hitze für den Halben in Löningen sein.
Jetzt habe ich es mir aber erstmal verdient die Beine hochzulegen, die gerade schmerzen ohne Ende. Und ab Freitag geht dann der ganze Trainingsspaß von vorne los.
Netto-Zeit: 2:03:50 Stunden
Brutto-Zeit: 2:09:31 Stunden
448. Platz von gesamt 543 Teilnehmern in der Altersklasse MHK
2950. Platz von gesamt 3745 männlichen Teilnehmern
3566. Platz von insgesamt 5031 Teilnehmern





























