Jun 07 2011

Das war ganz groß!

Veröffentlicht von unter Laufen.

Heute Vormittag habe ich es ja bereits bei Twitter kurz mit den Worten “Auf zu großen Taten!” angekündigt und genau so kam es auch.

Nach meinem gestrigen Lauf bei dem eigentlich 10 km geplant waren, aber zum Schluss nur mickrige 2 km bei raus kamen und der sich mehr als erniedrigend anfühlte, wollte ich es heute wissen. Wenn es gestern halt keine 10 km wurden, sollte es heute dann halt die HM-Distanz werden. Aber so wahnsinnig und unvernünftig ich bin, dachte ich mir kurz vor dem Start warum denn “nur” 21,1 km, warum nicht mal einen neuen längsten Lauf, wären ja schließlich “nur” knapp 4 km mehr. Mein bisher längster von 24,02 km, war im August letzten Jahres.

Also alles, aber auch wirklich alles eingepackt: 2 Trinkflaschen (1 mal Wasser und 1 mal so’n Energiegesöff), ein Handy für Notfälle (man weiß ja nie…), Kleingeld (falls ich doch krepiere und den Bus zurück nehmen muss), Kamera und MP3-Player.

Meine Taktik war langsam zu starten (haha, klappt eh nie…) und die letzte Hälfte des Laufs schneller zu werden. Auf den Mp3-Player wollte ich bewusst erst einmal verzichten um mich wenn es mir ganz schlecht geht mit Musik neu zu motivieren. Da die Trinkflaschen nicht besonders groß sind, musste ich mir auch das Trinken sehr gut einteilen.

Wie immer waren die ersten 6 km sehr schwerfällig, erst dann kam ich in Tritt und es lief sich richtig gut. Auch das Wetter war trotz ca. 23° C beim Start auf Grund des Gegenwindes sehr angenehm. Ab km 9 hatte ich einen kleinen Hänger, der aber zum Glück nur 1 km anhielt. Danach lief es sich wieder super und so war die Hälfte auch schnell erreicht. Zwischenzeitlich habe ich sogar noch dran gedacht, statt 12,5 km noch 2,5 km dranzuhängen, so würde ich ja sogar die 30 km knacken. Gott sei Dank, habe ich mir die Idee schnell wieder aus dem Kopf schlagen können.

Denn nachdem ich die Tempo nach der Hälfte des Laufs ein wenig angezogen hatte, habe ich schnell gemerkt, das sich meine Kraft sich doch so langsam gen Ende neigt. Außerdem waren meine Trinkreserven auch bereits nach 18 km total leer. Das war dann doch schlecht mit dem einteilen…

Kurz nach der HM-Marke war ich dann auch endgültig am Ende. Meine Beine wurden schwerer und schwerer. Aber kneifen gilt nicht und abkürzen war eh nicht wirklich drin. Vielleicht ein paar Hundert Meter, aber dann würde ich mich später noch viel mehr ärgern es nicht durchgezogen zu haben. Also hieß es Zähne zusammen beißen und weiter. Nach dem letzten minimalen Anstieg, mit dem was man noch volle Kraft nennen konnte, bin ich dann knapp 70 Meter getrapt. Ca. 3 km vor dem Ziel spielte ich sogar schon mit dem Gedanken weiter in die Stadt zum Kiosk zu laufen und mir was zu trinken zu holen. Aber auch die Schmach wollte ich mir so kurz vor dem Ziel nicht mehr geben.

Die letzten Kilometer waren dann wirklich nur noch reines kämpfen. Aber ich habe es geschafft und konnte nach einem kleinen Schlenker über den Parkplatz zu Hause bei 25,01 km den Forerunner abdrücken. “YEEAAAHHH!!!”, habe ich nur gaaanz leise gedacht und habe mich erstmal auf den Rasen gelegt. Das war definitiv mein bisher härtester Lauf!

Das beste daran war, ich war total auf mich alleine gestellt, selbst auf Musik habe ich während des gesamten Laufs verzichtet. Das war Mental ein hammerharte Nuss, doch ich habe es geschafft und bin unheimlich glücklich und stolz auf mich. Auch die Einteilung stimmte, die zweite Hälfte war, wenn auch nur minimal, schneller als die erste.

Meine Beine fühlen sich jetzt allerdings unheimlich fertig an und hassen mich wahrscheinlich jetzt auch. Es wird wohl einige Tage dauern bis sie sich wieder erholt haben werden. Aber DAS war es mir wert! :-) ))

Nach der Hälfte des Laufs. Noch alles in Ordnung...Nach dem Lauf. Völlig im Ar***! Man beachte die Ader rechts am Kopf...

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Mai 21 2011

Laufnotizen #1

Veröffentlicht von unter Laufen.

Mal ein paar Gedanken und Erkenntnisse, die mir beim heutigen Lauf kamen und ich einfach mal festhalten möchte:

- Heute mal eine neue Strecke getestet und für super befunden, teilweise nur über Graswege zwischen zig Kiesteichen und ohne eine Menschenseele, herrlich!!
- Beim nächsten Lauf wird die Pulsanzeige auf meinem Forerunner ausgeschaltet, fast den ganzen Lauf einen Puls von 190 Schläge gehabt, andere wären damit an ihrem Limit, ich fühlte mich allerdings sauwohl. Lag aber vielleicht auch mit an der Wärme (23° C), irgendwie muss ich mich daran erst wieder gewöhnen…
- Meine Asics Gel-1140 fühlen sich nach knapp 940 km immer noch super an und sind zur Zeit sogar wieder meine Lieblings-Laufschuhe.
- Zur Zeit sollte man echt nur mit Sonnenbrille und Mundschutz laufen, die ganzen Insekten sind echt widerlich! Nach dem Laufen bräuchte man nicht mehr frühstücken…
- Seit ich wieder laufe fühle ich mich viel besser und entspannter.
- Schade nur, das ich heute ohne mein Schatzi laufen musste, die dieses Wochenende beruflich unterwegs ist… :-(

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Okt 09 2010

Geocaching Weltrekordversuch 10.10.10

Veröffentlicht von unter Geocaching.

Ich bin ja vor kurzer Zeit unter die Geocacher gegangen. Ich wollte es eigentlich nur mal mit meinem Handy testen und war sofort infiziert. Mittlerweile versuche ich immer wenn ich irgendwo unterwegs bin und ein wenig Zeit habe einen Cache zu finden. Mit meinem Forerunner 305 funktioniert es übrigens auch hervorragend.

Morgen steht sogar schon ein besonderes Event an.

Anlässlich der 10-Jahres-Feier von Groundspeak soll morgen, also  der 10.10.2010 ein Weltrekordversuch aufgestellt werden. An diesem Tag sollen mehr als 56.654 Logs (bisheriger Rekord vom 18.04.2010) erreicht werden.

Auch ich werde dazu versuchen ein paar Caches in meiner Homezone zu heben um einen kleinen Teil dazu beizutragen.

Ich bin schon gespannt wie viele Logs morgen gemacht werden.

Ich bin neugierig ob ihr auch bereits mal geocachen wart oder euch sogar regelmäßig auf die Suche begibt.

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Jun 13 2010

Bericht zum 32. Haseder Feldmarklauf

Veröffentlicht von unter Laufen.

Ich habe es also doch gewagt und bin heute beim Haseder Feldmarklauf angetreten, der Ehrgeiz war dann doch zu groß, gerade nach dem super Training am Dienstag.

Ich habe mich vor einigen Tagen allerdings vorsorglich schon mal auf die 5 km Distanz umgemeldet, für 10 km fehlte mir irgendwie dann doch der Mut und ich wollte mal wieder richtig Gas geben.

Heute war auch noch eine Premiere für mich und zwar musste ich mal ganz alleine ohne jede Unterstützung zu einem Wettkampf “reisen”, da mein Schatzi dieses Wochenende leider beruflich unterwegs ist. Die “Reise” war allerdings mit 5 Min. Fahrzeit mit dem Auto recht kurz und am Veranstaltungsort war auch alles sehr übersichtlich, keine langen Schlangen und Wartezeiten beim Startunterlagen abholen.

Die Strecke kannte ich ja zum Teil bereits aus dem letzten Jahr wo ich dort meinen ersten 10er beim Silvesterlauf gelaufen bin. Dieses Mal war das Wetter allerdings mit ca. 15° C und bewölkt tausendmal besser als damals. Also schon mal perfekte Voraussetzungen.

Also Startunterlagen abgeholt, umgezogen, kurz eingelaufen und dann ging es auch schon los.

Das Starterfeld war recht übersichtlich und ich reihte mich dann auch in der 3. Startreihe recht weit vorne ein.

Vorgenommen hatte ich mir auf jeden Fall unter der Pace von 5:19 min/km zu bleiben und wenn es gut läuft mit 5:10 min/km abzuschließen. Wie so oft startete ich aber wieder einmal viel zu schnell und dachte schon das sich das später rächen würde.

Das Tempo vom ersten Kilometer (4:58 min/km) konnte ich dann erwartungsgemäß auch nicht halten und so wurde ich allmählich langsamer. Doch lag ich immer noch weiter unter 5:10 min/km. Nach knapp der Hälfte des Rennens schließ ich zu einem Läufer auf der genau mein Tempo lief was ich noch halten konnte und so zogen wir uns gegenseitig auch immer weiter.

Der 4 km war mit 5:11 min/km dann der langsamste. “Hoffentlich bin ich bald durch”, dachte ich mir, “langsam reichts…”. Ich schaute kurz auf meinen Forerunner und war erstaunt, sub 25 Min. sind noch drin! Also nochmal irgendwie versuchen das Tempo hochzuschrauben. Langsam löste ich mich von meinem Mitstreiter und knapp 400 Meter vor dem Ziel gab ich dann alles was ich noch hatte. Noch knapp 200 Meter und nur noch 20 Sek. um unter 25 Minuten zu bleiben, dann nur noch 10 Sek., aber ich sah das es noch zu weit war und nicht mehr ausreichen würde. Trotzdem gab ich mein Tempo nicht auf und sprintete weiter bis ins Ziel und ich wurde mit 25:16 Min. (5:02 min/km) belohnt.

“Nein, wie geil!!!”, dacht ich mir. Erst wollte ich gar nicht starten, weil ich mich nicht fit genug fühlte, dann schon die geile Zeit am Dienstag und jetzt pulverisiere ich die hier nochmal.

Im Ziel dann noch ein gegenseitiges Dankeschön und Handshakes mit meinem Mitstreiter für das Mitlaufen. Das hat echt geholfen.

Dann erstmal zum Duschen, umziehen, Urkunde abholen, Klamotten zum Wagen bringen und mein Schatzi die tolle Nachricht übermitteln. Schade das sie heute nicht da war. :-(

Da zu Hause eh keiner auf mich wartete, beschloss ich dann noch zur Siegerehrung zu gehen. Dann wurde ich tatsächlich aufgerufen! 3. Platz der Altersklasse der Männer! Hammergeil!! Ok, es waren bestimmt nur 4-6 Männer am Start, aber trotzdem ist es nach so einem Lauf ein echt tolles Gefühl wenn man mal die Ehre hat aufgerufen zu werden.

Jetzt gehe ich mit einem guten Gefühl in die letzten 2 Wochen Vorbereitung auf den Löninger Halbmarathon am 26. Juni, wo ich mich schon tierisch drauf freue.

34. Platz in der Gesamtwertung von 103 gestarteten Läufern
3. Platz (von 6) in der Altersklasse der Männer
30. Platz (von 68) unter den männlichen Teilnehmern

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Mrz 20 2010

Bericht zum Springe-Deister-Marathon

Veröffentlicht von unter Laufen.

Jaahaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!! Ich habe es geschafft und bin die 10 km Sub 60 gelaufen!!
Die genaue Zeit laut Forerunner betrug 55:16 Minuten und damit sogar nur 6 Sekunden (EDIT: sogar nur 3 Sekunden!)  langsamer als mir das Vicsystem prophezeit hat!! Die offizielle Zielzeit und die auf meiner Urkunde war zwar 55:29 Min., aber ich gehe mal stark davon aus das das die Brutto-Zeit war, da wir auch vom Ende des Feldes gestartet sind, also bleibe ich meinem Forerunner treu. ;-)

Ich bin unheimlich glücklich, hatte ich im Vorfeld doch mehr als starke Zweifel gehabt diese Pace überhaupt zu erreichen, geschweige denn auf diese Distanz zu halten. Es war trotzdem mehr als hart.

Das besondere, neben der persönlichen Bestzeit, war auch das dies seit meinem Laufstart am 15. Juli 2009, mein 100er Lauf war. Dann eine offizielle PB zu laufen, ist natürlich ein richtig geiles Gefühl.

Meine Schatzi und ich hatten von Anfang an ein mulmiges Gefühl, ob dies überhaupt ein guter Lauf werden kann. Der Deister ist ja auch nicht ganz flach, so standen ca. 36 Höhenmeter vor uns.

Gestartet sind wir ganz am Ende des Feldes mit ca. 250 anderen Läufern. Bis zum 2 km ungefähr liefen wir noch zusammen, bereits mit einer schnellen Pace von ca. 5:33 min/km. Ab da steigerte ich ein wenig mein Tempo um ein paar andere zu überholen und mir dadurch ein wenig mehr Platz zu verschaffen. Ich schaute noch kurz zurück und merkte das mein Schatzi das Tempo nicht halten kann, was aber von vornherein schon klar war. Also hieß es sich alleine durch durchbeißen.

Die nächsten Kilometer konnte ich meine Pace ganz gut halten.  Aber ich wusste das es ab dem 5 km auf Grund der Steigungen ein wenig schwerer wird und so war es auch. Doch das überholen von weiteren Läufern hielt meine Motivation oben.

Die Verpflegungsstelle in Mitten des 5 km musste ich dann doch mitnehmen, mein Mund war staubtrocken. Das hätte ich allerdings vorher mal üben sollen, denn es hat lediglich für zwei kurze Schlücke gereicht. Ich wollte auch nicht langsamer werden, denn ich weiß wie schwer es ist wieder ins Tempo zu finden.

Kilometer 6-8 bin ich dann “etwas” langsamer gelaufen, um ab dem 9 km nochmal alles geben zu können. Das habe ich dann auch und auch nur ein Meter mehr wären heute nicht mehr drin gewesen.

Ich war sowas von fertig im Ziel, aber wie schon geschrieben tierisch glücklich. Schnell was zu trinken holen und warten das mein Schatzi auch ins Ziel einläuft. Lange warten musste ich auch nicht, nur knapp 3 Minuten später kam Sie mit einer Zeit von 58:54 Min. ins Ziel eingelaufen. Grossartig!!! Eine Zeit von unter einer Stunde bei Ihrem ersten 10er ist doch einfach Hammer. Da kam man einfach mal verdammt Stolz drauf sein! ;-)

Es war einfach ein sehr schöner Wettkampftag mit vielen Highlights: 100er Lauf, persönliche Bestzeiten, unser erster gemeinsamer Lauf und die Genugtuung zu wissen, das egal wie es vorher läuft, man immer in der Lage sein kann das beste aus einem herauszuholen, wenn man nur will.

Trotzdem habe ich jetzt noch ein wenig mehr Angst vor meinem ersten Halbmarathon am 2. Mai in Hannover. Denn heute war ich bereits an meinen Grenzen und wenn ich mir das mehr als doppelt so lang vorstelle…. Ohohoh…

Jetzt heißt es aber erst einmal Beine hoch und freuen über diesen wunderschönen erfolgreichen Tag! Punkt!! ;-)

PS: Sobald die offiziellen Zeiten vom Veranstalter im Internet vorliegen, werde ich diesen Beitrag nochmal ergänzen.

EDIT 20.03.2010-19:31 Uhr: Die Ergebnisse sind nun online und somit reiche ich noch schnell meine Platzierungen und meine Urkunde nach.

13. Platz von gesamt 14 Teilnehmern in der Altersklasse Männer

137. Platz von gesamt 186 männlichen Teilnehmern

179. Platz von insgesamt 277 Teilnehmern

Urkunde 34. Springe-Deister-Marathon

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