Jun 13 2010
Bericht zum 32. Haseder Feldmarklauf
Ich habe es also doch gewagt und bin heute beim Haseder Feldmarklauf angetreten, der Ehrgeiz war dann doch zu groß, gerade nach dem super Training am Dienstag.
Ich habe mich vor einigen Tagen allerdings vorsorglich schon mal auf die 5 km Distanz umgemeldet, für 10 km fehlte mir irgendwie dann doch der Mut und ich wollte mal wieder richtig Gas geben.
Heute war auch noch eine Premiere für mich und zwar musste ich mal ganz alleine ohne jede Unterstützung zu einem Wettkampf “reisen”, da mein Schatzi dieses Wochenende leider beruflich unterwegs ist. Die “Reise” war allerdings mit 5 Min. Fahrzeit mit dem Auto recht kurz und am Veranstaltungsort war auch alles sehr übersichtlich, keine langen Schlangen und Wartezeiten beim Startunterlagen abholen.
Die Strecke kannte ich ja zum Teil bereits aus dem letzten Jahr wo ich dort meinen ersten 10er beim Silvesterlauf gelaufen bin. Dieses Mal war das Wetter allerdings mit ca. 15° C und bewölkt tausendmal besser als damals. Also schon mal perfekte Voraussetzungen.
Also Startunterlagen abgeholt, umgezogen, kurz eingelaufen und dann ging es auch schon los.
Das Starterfeld war recht übersichtlich und ich reihte mich dann auch in der 3. Startreihe recht weit vorne ein.
Vorgenommen hatte ich mir auf jeden Fall unter der Pace von 5:19 min/km zu bleiben und wenn es gut läuft mit 5:10 min/km abzuschließen. Wie so oft startete ich aber wieder einmal viel zu schnell und dachte schon das sich das später rächen würde.
Das Tempo vom ersten Kilometer (4:58 min/km) konnte ich dann erwartungsgemäß auch nicht halten und so wurde ich allmählich langsamer. Doch lag ich immer noch weiter unter 5:10 min/km. Nach knapp der Hälfte des Rennens schließ ich zu einem Läufer auf der genau mein Tempo lief was ich noch halten konnte und so zogen wir uns gegenseitig auch immer weiter.
Der 4 km war mit 5:11 min/km dann der langsamste. “Hoffentlich bin ich bald durch”, dachte ich mir, “langsam reichts…”. Ich schaute kurz auf meinen Forerunner und war erstaunt, sub 25 Min. sind noch drin! Also nochmal irgendwie versuchen das Tempo hochzuschrauben. Langsam löste ich mich von meinem Mitstreiter und knapp 400 Meter vor dem Ziel gab ich dann alles was ich noch hatte. Noch knapp 200 Meter und nur noch 20 Sek. um unter 25 Minuten zu bleiben, dann nur noch 10 Sek., aber ich sah das es noch zu weit war und nicht mehr ausreichen würde. Trotzdem gab ich mein Tempo nicht auf und sprintete weiter bis ins Ziel und ich wurde mit 25:16 Min. (5:02 min/km) belohnt.
“Nein, wie geil!!!”, dacht ich mir. Erst wollte ich gar nicht starten, weil ich mich nicht fit genug fühlte, dann schon die geile Zeit am Dienstag und jetzt pulverisiere ich die hier nochmal.
Im Ziel dann noch ein gegenseitiges Dankeschön und Handshakes mit meinem Mitstreiter für das Mitlaufen. Das hat echt geholfen.
Dann erstmal zum Duschen, umziehen, Urkunde abholen, Klamotten zum Wagen bringen und mein Schatzi die tolle Nachricht übermitteln. Schade das sie heute nicht da war.
Da zu Hause eh keiner auf mich wartete, beschloss ich dann noch zur Siegerehrung zu gehen. Dann wurde ich tatsächlich aufgerufen! 3. Platz der Altersklasse der Männer! Hammergeil!! Ok, es waren bestimmt nur 4-6 Männer am Start, aber trotzdem ist es nach so einem Lauf ein echt tolles Gefühl wenn man mal die Ehre hat aufgerufen zu werden.
Jetzt gehe ich mit einem guten Gefühl in die letzten 2 Wochen Vorbereitung auf den Löninger Halbmarathon am 26. Juni, wo ich mich schon tierisch drauf freue.
34. Platz in der Gesamtwertung von 103 gestarteten Läufern
3. Platz (von 6) in der Altersklasse der Männer
30. Platz (von 68) unter den männlichen Teilnehmern



















